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Nochmal Bremszylinder (OT)

T_BERNER, Kärnten/Österreich, Dienstag, 27. November 2018, 22:20 (vor 21 Tagen) @ Olsche

pauschalisieren kann man das alles nicht, gerade bei der Diagonalaufteilung musst du beachten dass du dir die Performance an der VA durch den vermeintlichen Zugewinn an der HA nicht versaust.
Schnell hast du da mal das Grundsetup auf überbremsende HA eingestellt.

Liste mal bitte die Komponenten auf die VW verbaut hat bei beiden HA-Bremsvarianten, auch im Hinblick auf die VA-Bremse.

Hallo Olsche,

entschuldige die späte Antwort:

Hauptbremszylinder:
Ø20,64, h1=16mm, h2=14mm

Vorderachse:
Scheiben 239 x 10 mm ohne Innenbelüftung
Radbremszylinder 48 oder 54 mm

Hinterachse:
Trommel 180 x 30 mm (Reibfläche rechnerisch wohl um die 110 cm²)
Radbremszylinder 14,29 mm

Umbau wäre dann an der Hinterachse:
Trommel 200 x 50 mm (Reibfläche um die 194,2 cm² also ca. 1,76 mal so viel)
Radbremszylinder 17,46 mm


Zum Vorderachs-Radbremszylinder: Im ETK ist der Bremskolben selbst nicht einmal aufgelistet, lediglich der Bremssattel selbst und bei dem ist keine Bezeichnung angegeben. Laut mehreren Ersatzteillieferanten gibt es 48 oder 54 mm Ausführungen, was einen nicht unwesentlichen Unterschied bedeutet.
Habe mal das zu bewegende Volumen an Bremsflüssikeit berechnet, wusste aber nicht, wieviel ein Radbremszylinder bei einer Bremsung ca. ausfährt. Habe 1 bis 2 mm angenommen.
Ich nehme an es ist ein 48 mm RBZ vorne montiert, weil bei 54 mm RBZ und 2 mm Ausfahren des RBZ VA schon zu wenig Flüssigkeit vom HBZ zur Verfügung steht.
Eine Vergrößerung des Trommel-RBZ an der HA ist dagegen mit 3 bis 4% mehr zu bewegendem Flüssigkeitsvolumen zu vernachlässigen.
Durch die Änderung des Übersetzungsverhältnisses (von 1:0,47934 auf 1:0,71559) was eine Erhöhung des Bremsdrucks an der HA auf das das 1,49287 fache verursacht.
Gemäß Freibung = µ*Fnormal ist die Reibläche nicht entscheidend sondern nur der Reibkoeffizient µ, der identisch ist.
Der Hebel der 200er Bremse ist aber um das 1,11111 fache höher der der 180er Trommel.

Bremszylinderkraftzuwachs mal Hebelzuwachs ergibt dann bei größerer HA-Bremse eine 1,65874 Fach bessere Bremswirkung. Gewünschter Vorteil wäre auch, dass ich eine sehr gut greifende Handbremse hätte..Richtig oder Denkfehler?


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