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Projekt eTouring - Teil 9 -10   24.08.2021


Ich habe nun die ersten 15km Testfahrt erfolgreich durchgeführt. Dazu kamen noch einige kleine Sprints. 0 auf 100 ist in 5 Sekunden machbar. Der Schub vorallem zu Beginn der Beschleunigungsphase ist beeindruckend.

Die Zellspannung der Akkus hat sich von 3,29 auf 3,27 abgesenkt, die Kapazität hat sich circa von 60 auf 40% reduziert. Somit scheint meine gewünschte Reichweite von 100km bei sinnvoller Fahrweise mit diesen Akkus machbar zu sein. Ich werde also erstmal bei den gebrauchten gelben China Zellen bleiben.

Der Motorhalter benötigt eine etwas verstärkte Anbindung an die Karosse. Im hinteren Bereich sind aktuell nur seitliche Bolzen im Längsträger vorhanden. Bei vollem Schub gibt es da noch Bewegung. Also wird es von oben eine zusätzliche Strebe geben, die auch gleich das neue Kofferraumniveau definieren wird. 

Langsam muss ich mir Gedanken über das Aufladen der Akkus machen. Ich habe aus dem Schlachtauto mehrere ELTEK EV Charger 360/3000 Ladegeräte geborgen. Diese müssen jedoch per CAN Bus angesteuert werden, sonst passiert garnichts.

ELTEK EV Charger 360/3000
Output DC: 250-420V 10A
Installation Guide
CAN Bus Protokoll


Also habe ich mir von PEAK den USB CAN Bus Adapter gekauft, der einen guten Ruf in der Szene besitzt.

PEAK PCAN-USB
Artikelnummer  IPEH-02021


Schließt man einen EV Charger an 230V an meldet er sich über CAN Bus. Die mit dem PCAN Adapter gelieferte PVIEW Software zeigt entsprechend die Charger Identifier Message an.

Ich habe zwei Lader mit einer gemeinsamen Wasserkühlung kombiniert. Im Bild sieht man die CAN Bus Willkommens Botschaften der beiden Ladegeräte.

Mittels der weiter oben verlinkten CAN Bus Spezifikation kann die Base Adresse ermittelt werden und somit auch die Message die einen Ladevorgang im Lader initiieren wird.

Ich möchte mich hiermit nochmal bei Thomas M. bedanken, der diese Spezifikation schnell durchschaut hat und mir die nötige Lade-Message ermittelt hat.

Thomas M. bei Youtube




Hier ist die Message zu sehen, die 395V und 8A vom Lader anfordert.

Der Lader beginnt dann die Akkus mit 8A zu laden, wozu anfangs rund 360V benötigt werden. Mit steigender Spannung der Akkus, steigt auch die erforderliche Spannung die der Lader abliefern muß um die 8A zu liefern. Nahe der 395V sinkt dann die Stromaufnahme wieder. Sind die 395V, also 3,65V je Zelle erreicht muss der Ladevorgang durch das BMS abgebrochen werden.

Anstatt jeden Lader einzeln anzusteuern, kann man mittels der Base Adresse 2FFh auch alle Lader im Verbund aktivieren.

Wenn die Lader am Arbeiten sind, schicken sie jeweils drei weitere Nachrichten auf den Bus. Relevant ist z.B. im Status 2 das erste Byte. Die 14 hex lassen auf entspannte 18 Grad Temperatur im Lader schliessen. Bis 60 Grad kann der Lader betrieben werden. Diese Temperatur wird ohne Kühlung schon nach 10-15 Minuten erreicht. Teile für die Wasserkühlung sind bestellt.

tino@e30.de