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Projekt eTouring - Teil 7: iBooster, Antriebswellen     16.08.2021


Wegen fehlendem Unterdruck verbaue ich einen elektrischen Bremskraftverstärker, den BOSCH iBooster Gen 1. Er ist in den älteren TESLA Modell S verbaut und kostet gebraucht rund 350 EUR.

Er passt von den Befestigungspunkten her 1:1 an die E30 Spritzwand. Auch die Betätigungsstange hat keine schlechte Länge. Ich werde sie wohl noch um 5mm verlängern, aber das ist nur Feintuning.

Der iBooster bekommt über CAN Bus vom TESLA Antrieb die aktuelle Rekuperation übermittelt und verstärkt die Pedalkraft entsprechend etwas mehr oder weniger. Fehlt dieses Signal verstärkt er voll. Wie gut oder schlecht das im Fahrbetrieb funktioniert, kann ich noch nicht sagen.


Es müssen für den (Not) Betrieb lediglich folgende Pins des 26 poligen  Steckers belegt werden:
  • 12V Dauerplus 40A gesichert an Pin 1
  • 12V Masse an Pin 9
  • 12V Dauerplus 5A gesichert an Pin 17
  • 12V Zündplus 5 A gesichert an Pin 20
Oben auf dem iBooster ist noch ein 4 poliger Wegsensor der ebenfalls mit dem 26 poligen Stecker verbunden wird:

  • Pin1 an Pin 2 großer Stecker
  • Pin 2 an Pin 22 großer Stecker
  • Pin 3 an Pin 8 großer Stecker
  • Pin 4 an Pin 23 großer Stecker

Die Anschlüsse des Hauptbremszylinders sind in M12x1 ausgeführt, die Bördelung ist abweichend zum BMW Standard in Variante "E" ausgeführt.

Der HBZ besitzt einen Durchmesser vonrecht großen 26mm. Hier sollte man also keine Serienbremse (48mm Kolben) fahren, sonst wird das Pedal sehr hart und schlecht dosierbar.

Ich teste fürs erste E36 Sättel  (54mm), ggf. baue ich noch auf 312x25 mit (60mm) 540i Sättel um.

Die TESLA SDU benötigt einen doppelten Bremslichtschalter, den ich aus dem VW Programm entnommen habe.

TOPRAN  Art. Nr.  108 886
VW Teile: 4A0 945 515A

Es werden 2 der Pins mit 12V beaufschlagt und die beiden anderen Pins signalisieren das Treten des Pedals durch Aufschalten bzw. Wegschalten der 12V Spannung.

Mittels M12x1.5 Muttern kann der Schalter ohne Änderungen an der E30 Pedalerie befestigt werden.


Die Diffaufnahmen des Achsträgers habe ich nun etwas eingekürzt und die vorgesehen Gummilager verbaut. Sie erscheinen auf den ersten Blick etwas schwach dimensioniert, aber wegen der Strongflex Tonnenlager bewegt sich die Achse kaum noch. Auf dem Motorhalter Typ 9 ist noch Luft für breitere Gummilager, aber am Achsträger müsste ich dann seitlich noch etwas mehr Platz schaffen. Die Praxis wird zeigen ob es hier Probleme gibt.




Für die Anbindung des TESLA Motors an die E30 Antriebswellen habe ich einen Adapter hergestellt. Er besteht aus den alten TESLA Flanschen die ich deutlich gekürzt und auf knapp 7cm Durchmesser abgedreht habe. Ein Drehteil adaptiert den E30 Antriebswellenlochkreis.

Der TESLA Flansch wurde noch etwas konisch gedreht, damit sich beide Teile gut verschweissen lassen. Dazu wurden sie fest verspannt und in mehreren Abschnitten mit Abkühlphasen  verschweisst um Verzug zu vermeiden.

Die Flanschadapter habe ich noch hellblau lackiert, damit das blanke Metall nicht gleich wieder rostet. Ich nutze erstmal die 316i Antriebswellen, wird ja kein Rennwagen.



Einsetzen der Batterieboxen


Im Motorraum soll die große Batteriebox nun eingesetzt werden. Fürs erste stelle ich die Box auf diese 3 Quadratrohre, später muss draus noch ein richtiger Halter geschweisst werden.

Der Einbau war keine große Sache. Ich habe an der Box nur noch ein paar störende Elemente vorn und hinten entfernen müssen. Ich hätte die Box gern noch 5cm weiter hinten, dafür muss ich aber erstmal an der Heizung die Anschlussrohre versetzen oder entfernen.

Die Batteriebox für den Tankbereich habe ich erstmal auf die Rückbank geschnallt.

 Ich baue die Akkus noch nicht fest in das Fahrzeug ein, weil überhaupt nicht klar ist, ob der Wagen damit fährt und wie die Reichweite mit den Dino Akkus und dem hungrigen TESLA Motor ist.




 
tino@e30.de