| Projekt eTouring - Teil 2:
Geschichte des Elektroantriebs im E30
31.07.2021 |
BMW experimentierte schon Ende der 60iger Jahre mit batteriebetriebenen
Fahrzeugen auf Basis 1602. Das hohe Gewicht der Bleiakkus und die
geringe Reichweite
verhinderten weitere Schritte. 1981 wurde dann wieder ein
Elektroauto in Angriff genommen, diesmal mit einer Hochenergie Batterie
des
Herstellers ABB.

1987 gab es erste fahrbare Modelle auf Basis des E30 als
Versuchsfahrzeuge mit 17kW Gleichstrommotor. Ein 265kg schweres
Akkupaket mit 22kWh auf Natrium Schwefel Basis hatten immerhin die
dreifache Energie von Bleiakkus. Eine Dieselheizung sorgte für
Fahrkomfort auch im Winter. 150km Reichweite waren möglich und mit
etwas Anlauf waren 100kmh an Höchstgeschwindigkeit erreichbar. 8
Prototypen des Elektro 325iX wurden gebaut, die übrigens
ausschliesslich
Frontantrieb hatten.

Eine Prüfung ob die Serienproduktion sinnvoll ist, schient das
Ziel dieser Prototypen gewesen zu sein. Das Cockpit ist ziemlich
perfekt ausgestaltet.



Quelle Fotos: Bimmertoday
Die Deutsche Post bekam einen elektrifizierten E30 Touring für
weitere Tests:

BMW 325iX (1987–1990)
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Elektroauto mit Hochenergiebatterie“
(seit 1981) gehen ab 1987 acht von Allrad- auf Frontantrieb
umgerüstete
Fahrzeuge vom Typ BMW 325iX an den Start. Sie dienen als
Versuchsträger
für eine neuartige und wartungsfreie Natrium-Schwefel-Batterie
(NaS),
die von Asea Brown Boveri (ABB) eigens für den Einsatz in einem
Elektrofahrzeug entwickelt wurde. Die gegenüber herkömmlichen
Bleibatterien dreifach höhere Energiedichte stellt einen echten
Fortschritt dar, denn erstmals gibt es eine realistische Perspektive,
die spezifischen Nachteile des Elektroantriebs wie Batteriegewicht und
Platzbedarf zu verringern. Daneben werden sämtliche Komponenten
des
Elektroantriebs erprobt und weiterentwickelt. Zu diesem Zweck errichtet
BMW einen speziellen Prüfstand mit integriertem Leistungsrechner.
Ebenfalls neu ist ein elektronisches Antriebsmanagement, das die
Aufladung an der Steckdose, den Energiefluss zwischen Motor und
Batterie sowie den Thermohaushalt des Systems regelt und kontrolliert.
Die komplette Steuerungselektronik ist in einem kompakten
Komponententräger neben dem Motor platziert. Mit dem elektrisch
angetriebenen BMW 3er entschließt sich die Projektleitung zum
ersten
Mal für eine externe Erprobung im Alltagseinsatz. So beweist ein
BMW
3er touring seine Praxistauglichkeit im Zustelldienst der Bundespost,
andere Versuchsfahrzeuge bewähren sich als Stadtautomobile bei
Landesbehörden und Kommunen. Nicht zuletzt deshalb sind die
Testwagen
mit einer Diesel-Warmwasseraufbereitung für die Innenraumheizung
ausgerüstet.
Quelle: BMW Presse /bimmertoday
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